Startseite › Ratgeber › Betreuung
Betreuung

Was macht eine Betreuungskraft und was nicht?

Redaktion Pflegehilfe Zuhause · Stand 27.10.2026 · 5 Min. Lesezeit
Betreuungskraft und Senior bereiten gemeinsam das Essen in der Küche zu

Eine Betreuungskraft wohnt bei Ihrem Angehörigen und hilft dort, wo der Alltag allein nicht mehr klappt. Sie ist aber keine Pflegefachkraft. Wer die Grenzen kennt, plant von Anfang an richtig und vermeidet Enttäuschungen.

Das übernimmt eine Betreuungskraft

Grundpflege

Betreuungskraft hilft einer Seniorin beim Aufstehen aus dem Sessel
Hilfe beim Aufstehen gehört zur Grundpflege.

Hilfe beim Waschen, Duschen und Anziehen, beim Toilettengang und bei Inkontinenz. Unterstützung beim Aufstehen, Hinsetzen und Gehen. Die Betreuungskraft achtet darauf, dass genug gegessen und getrunken wird.

Haushalt

Kochen, Einkaufen, Wäsche waschen, Putzen und Aufräumen. Gemeint ist der Haushalt der betreuten Person, nicht der ganzen Familie.

Alltag und Gesellschaft

Betreuungskraft begleitet eine Seniorin beim Herbstspaziergang
Gemeinsame Spaziergänge halten in Bewegung.

Spaziergänge, Gespräche, Vorlesen, Spiele, gemeinsames Kochen. Begleitung zum Arzt, zum Friseur oder zu Freunden. Gerade für alleinlebende ältere Menschen ist das oft das Wichtigste: Es ist wieder jemand da.

Ein Blick auf die Medikamente

Die Betreuungskraft kann an die Einnahme erinnern und darauf achten, dass Tabletten auch genommen werden. Medikamente selbst zu stellen oder zu verabreichen gehört dagegen zur Behandlungspflege, siehe unten.

Das übernimmt eine Betreuungskraft nicht

Medizinische Aufgaben, die ein Arzt verordnet, heißen Behandlungspflege. Dazu gehören zum Beispiel:

Diese Aufgaben übernimmt ein ambulanter Pflegedienst. Er kommt dafür ein- oder mehrmals am Tag kurz vorbei. Die Kosten trägt bei ärztlicher Verordnung die Krankenkasse. Betreuungskraft und Pflegedienst ergänzen sich gut: Der Pflegedienst macht das Medizinische, die Betreuungskraft ist im Alltag da.

Was bedeutet "24-Stunden-Betreuung"?

Der Name beschreibt, dass die Betreuungskraft im Haushalt wohnt und in der Nähe ist. Er bedeutet nicht, dass sie ohne Pause arbeitet. Wie jeder Mensch hat sie geregelte Arbeitszeiten, Pausen und freie Zeit.

Braucht Ihr Angehöriger regelmäßig nachts Hilfe, sprechen Sie das bitte offen in der Beratung an. Dann suchen wir gemeinsam eine passende Lösung, zum Beispiel mit Unterstützung durch Angehörige oder einen Pflegedienst.

Betreuung bei Demenz

Viele Familien entscheiden sich für eine Betreuungskraft, weil ein Elternteil an Demenz erkrankt ist. Die vertraute Umgebung gibt Halt, und ein fester Mensch an der Seite ist oft besser als ständig wechselnde Pflegekräfte. Wichtig ist hier Erfahrung mit Demenz und viel Geduld. Sagen Sie uns deshalb gleich zu Beginn, wenn eine Demenz vorliegt. Dann schlagen wir Ihnen Betreuungskräfte vor, die damit schon gearbeitet haben.

Passt eine Betreuungskraft zu Ihrer Situation?

Eine Betreuungskraft passt gut, wenn Ihr Angehöriger zu Hause wohnen bleiben möchte, im Alltag viel Hilfe braucht und nicht mehr allein sein sollte. Ist vor allem medizinische Versorgung nötig, ist ein Pflegedienst oder eine Pflegeeinrichtung oft die bessere Wahl. Wir sagen Ihnen in der Beratung ehrlich, was zu Ihrer Lage passt.

Passende Betreuungskraft finden

Beschreiben Sie Ihre Situation in wenigen Fragen. Wir melden uns mit Vorschlägen, kostenlos und unverbindlich.

Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Beträge nach Stand 27.10.2026.

Weitere Artikel